Die Auswirkungen unterschiedlicher Standorte auf die Trauben- und Weinqualität bei der Sorte Blauburgunder

The effects of location on the quality of grapes and wine of the variety Pinot Noir
L’impatto di diversi siti sulla qualità dell’uva e del vino nella varietà Pinot Nero
Ulrich Pedri1, Günther Pertoll1, Martin Thalheimer1, Eva Überegger1
1 Versuchszentrum Laimburg

Abstract

In the context of a large-scale project investigating interdependencies between the grapevine variety and the location site of vineyard, the habitat requirements of the variety Pinot Noir was examined. Differences and similarities of different vineyard sites in the wine-growing area Überetsch (South Tyrol, Italy) and correlations between the conditions of the sites, the analytical and sensorial properties of wines from the variety Pinot Noir was investigated. Statistically significant differences could be found between the vineyard sites and also between the wines from different vineyard sites. In order to explain these relationships, it turned out that climatological factors showed more impact than pedological factors. Lightly alkaline habitats at 450 a.s.l. (above sea level), where the planted vine grapes showed a moderate growth, seemed to be an advantage for the wine quality.

Im Rahmen eines groß angelegten Sorten-Lagen-Projektes wurden die Standortansprüche der Sorte Blauburgunder (Pinot Noir) untersucht. Es wurden im Weinbaugebiet Überetsch (Südtirol, Italien) Unterschiede und Gemeinsamkeiten verschiedener Standorte untersucht und Zusammenhänge zwischen den Standortbedingungen und den analytischen sowie sensorischen Eigenschaften von Weinen der Sorte Blauburgunder erforscht. Dabei konnten statistisch signifikante Unterschiede zwischen den Standorten selbst und den Weinen der verschiedenen Weinbaulagen festgestellt werden. Auf der Suche nach den Zusammenhängen zwischen den gemessenen Faktoren stellten sich klimatologische Faktoren als bedeutsamer heraus als pedologische Faktoren. Tendenziell waren leicht alkalische Standorte über 450 m ü. NN, wo die darauf gepflanzten Reben ein nur moderates Wachstum aufwiesen, von Vorteil für die Weinqualität.

Nell’ambito di un progetto sulla vocazionalità alla coltivazione viticola condotto su un’ampia superficie si sono investigate le esigenze pedo-climatiche del vitigno Pinot nero (Pinot Noir). Nel comprensorio viticolo dell’Oltradige (Alto Adige, Italia) sono state valutate differenze e analogie rilevate in diverse località e sono state individuate relazioni specifiche tra le condizioni di queste ultime e le caratteristiche analitiche e sensoriali riscontrate nei vini di Pinot nero. È stato possibile accertare differenze statisticamente significative tra i diversi siti ed i vini ottenuti nelle diverse zone. Nella ricerca di correlazioni tra i fattori presi in considerazione è emerso che le condizioni climatiche hanno avuto un’influenza maggiore rispetto al fattore "suolo". Tendenzialmente erano i terreni leggermente alcalini, situati ad un’altitudine superiore a 450 m s.l.m. dove le viti prese in esame mostravano uno sviluppo moderato, a vantaggio di una produzione di qualità.

Einleitung

Der Pinot Noir wird in Südtirol Blauburgunder genannt. Aktuell besetzt Blauburgunder in Südtirol eine Fläche von 389 ha bei einer Gesamtrebfläche von 5347 ha (Autonome Provinz Bozen, 2012) [1]. Das entspricht einem Anteil von 7.3%. Pinot Noir gilt als Sorte von Weltniveau. Die bevorzugte Verbreitung der höchsten Qualitäten liegt in den kühlen bis schwach mittelmäßig temperierten Weinbaugebieten mit Durchschnittstemperaturen von 14.0-16.0 °C zwischen April und Oktober (Jones et al., 2005) [2]. Das Hauptanbaugebiet liegt nach wie vor in Frankreich mit 29576 ha (Robinson et al., 2012) [3], davon vor allem in der Champagne, wo er als Sektgrundwein entweder sortenrein (blanc de noir) oder im Verschnitt eingesetzt wird. Weiters wird er in der Côte-d’Or (Burgund) mit 6579 ha angebaut, und man findet ihn in der Côte Chalonnaise und Mâconnais oder im Elsass. Außerdem findet man Blauburgunder in Europa noch in Deutschland (Spätburgunder) im Jahr 2014 mit 11783 ha (Deutscher Wein Statistik, 2015) [4], in Österreich im Jahr 2009 mit ca. 649 ha (Österreich Wein, 2015) [5], in der Schweiz (u.a. Syn. Clevner) im Jahr 2014 mit ca. 4260 ha (BLW Schweizerisches Bundesamt für Landwirtschaft, 2014) [6] und in Italien mit ca. 3314 ha (Di Vecchi, 2016 [7]). Außerhalb Europas wird er in Neuseeland im Jahr 2018 mit 5653 ha (New Zealand Wine, 2018) [8], in den USA mit 17000 ha, in Australien mit 4490 ha, außerdem in Kanada, Südafrika, Chile, Ungarn und Moldawien (Robinson et al., 2012) [3] angebaut. In Italien befindet sich Pinot Noir vor allem in Südtirol mit 389 ha (Autonome Provinz Bozen, 2012) [1] und in der Zone des Oltrepò Pavese mit ca. 3000 ha (ERSAV, 2016) [9]. In Südtirol wurde Blauburgunder zwischen der Mitte und dem Ende des 19. Jh. eingeführt (Dipoli und Carlotto, 2009) [10].
×
Zur Zeit hat er in Südtirol in einem begrenzten Gebiet in Mazzon bei Neumarkt seine größte Anbaudichte, wo er laut Dipoli und Carlotto (2009) [10] eine geeignete pedoklimatische und geomorphologische Situation vorfindet, nämlich eine Meereshöhe zwischen 350 und 400 m ü. NN sowie einen Geländehorizont, welcher während der Traubenreife kühle Temperaturen in den Morgenstunden ermöglicht und wo der Sonnenuntergang erst spät erfolgt. Diese mesoklimatische Situation und die Böden, auf den kalkreichen Sedimenten der Trias durch mehr oder weniger starke fluvioglaziale Ablagerungen der letzten Eiszeit, verleihen den Autoren nach den Blauburgunder-Weinen dieser Zone ihre besondere Güte.
×
  • [10] Dipoli P., Carlotto M. (2009). Mazon und sein Blauburgunder. Verschönerungsverein Arkadia Edition, Geilnau, Deutschland.
Vereinzelte kleinere Flächen mit Blauburgunder befinden sich in ganz Südtirol verteilt auf einer Meereshöhe zwischen 300 und 800 m auf sehr unterschiedlichen Böden, von sehr kalkhaltigen bis zu sauren Bodenreaktionen. Entsprechend der weltweiten Verbreitung ist Pinot Noir Objekt zahlreicher Studien verschiedenster Fragestellungen. Die Studien haben unter anderem die Zusammensetzung der Trauben und Weine aus Blauburgunder im Allgemeinen als Fokus, zumal die Zusammensetzung für die Wahrnehmung der Weine durch den Konsumenten von Bedeutung ist. So untersuchte Wenzel et al. (1987) [11] die Anthocyanzusammensetzung der Blauburgunder-Beeren und stellte fest, dass diese Sorte keine acylierten Anthocyane aufweist und sich somit deutlich von dem Großteil anderen Rotweinrebsorten unterscheidet.
×
Auch die Standortfrage, besonders in Zusammenhang mit dem Pinot Noir, wurde öfters untersucht und diskutiert. In Frankreich und speziell im Burgund ist das Konzept des "terroir" oder "climats" sehr eng mit der Weinqualität verbunden (Rigaux, 2010 [12]; Vaudour, 2005 [13]; Wilson, 1999 [14]). Dementsprechend zahlreich sind die Studien, welche sich damit befassen (Mériaux et al. 1981 [15]; Seguin, 1983 [16]; Seguin, 1986 [17]; van Leeuwen und Seguin, 2006 [18]). Mériaux et al. (1981) [15] versuchte für die Côte-d’Or anhand einer Formel das Qualitätsniveau der Lagen zu berechnen. Die Formel berücksichtigt die Hangneigung, den Steinanteil, die Durchwurzelungstiefe, den Kalkgehalt und Tonanteil des Feinbodens und die Menge an austauschbarem Kalium. Die Berechnung führte zu einem topo-pedologischen Index, der in den Grand Cru Lagen des Burgunds stets höher lag als in den Village oder Bourgogne-Lagen. Seguin (1986) [17] spricht weiter von der wichtigen Bedeutung der Bodenstruktur, wichtiger als etwa der Tonanteil und Skelettanteil. Für van Leeuwen und Seguin (2006) [18] liegen im Burgund die besten Lagen etwa bei 300 m ü. NN. Ausschlaggebend dafür ist ein langsamer, aber zur Vollendung gebrachter Reifeprozess. Die optimale Standort-Sorten-Kombination ermöglicht der Sorte eine möglichst langsame aber stete Reife. Nur dann kann das aromatische Potential von Sorte und Standort voll ausgeschöpft werden (Riberau-Gayon und Peynaud, 1971) [19]. Laut Sittler und Marocke (1981) [20] findet Pinot Noir im Elsass auf sandigen, kalkhaltigen Böden optimale Standorte. Es ist mittlerweile anerkannt, dass der Standort (terroir) ein System von Wechselwirkungen zwischen Boden, Geomorphologie, Klima und Mensch ist (van Leeuwen und Seguin, 2006) [18]. Dennoch gibt es immer wieder Versuche, die Bedeutung einzelner Standortfaktoren auf die Weinqualität zu erklären. Die komplexen Zusammenhänge zwischen dem Standort und den sensorischen Eigenschaften der Weine sind Gegenstand zahlreicher Studien, so untersuchte Cortell et al. (2008) [21] den Einfluss der Wuchsstärke einzelner Rebstöcke auf die Gerbstoffzusammensetzung von Wein und dessen Auswirkung auf die adstringierenden und bitteren Eindrücke in der Sensorik. So wurde beobachtet, dass es bei Rebstöcken unterschiedlicher Wuchsstärke gesicherte Unterschiede in der Wahrnehmung der Adstringenz gibt, und dass die Adstringenz mit abnehmender Wuchsstärke zunahm, während die Bitterkeit abnahm. Die Wuchsstärke eines Rebstockes wird maßgeblich durch die Standorteigenschaften und im Speziellen durch das Wasser- und Nähstoffspeichervermögen des Standortes beeinflusst. Als Maßzahl für die Wuchsstärke wird international der Ravaz-Index herangezogen (Ravaz, 1906) [22]. Durch die Wuchsstärke der Rebanlage wird das Mikroklima in der Laubwand beeinflusst. Insofern kann getrost behauptet werden, dass die Standorteigenschaften, welche vom Boden kommen, das Mikroklima in der Traubenzone und somit die Traubenzusammensetzung prägen (Price et al., 1995) [23].
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  • [12]Rigaux J. (2010). Le réveil des terroirs. Défense et illustration des "climats" de Bourgogne. Editions de Bourgogne, [Messigny-et-Ventoux], France.
  • [13] Vaudour E. (2005). I Terroir. Definizioni, caratterizzazione e protezione. Edagricole, Bologna, Italia.
  • [14] Wilson J. E. (1999). Terroir. Schlüssel zum Wein. Boden, Klima und Kultur im französischen Weinbau. Hallwag, Stuttgart, Deutschland.
  • [15] Mériaux S., Chrétien J., Vermi P., Leneuf N. (1981). La côte viticole, ses sols et ses crus. Bulletin Scientifique de Bourgogne 34, 17-40.
  • [16] Seguin G. (1983). Influence des terroir viticoles sur la constitution et la qualité des vendages. Le Bulletin de l'OIV 56 (623), 3-16.
  • [17] Seguin G. (1986). ‘Terroirs’ and pedology of wine growing. Experientia 42 (8), 861-873, DOI: 10.1007/BF01941763.
  • [18] Van Leeuwen C., Seguin G. (2006). The concept of terroir in viticulture. Journal of Wine Research 17 (1), 1-10, DOI: 10.1080/09571260600633135.
  • [19] Ribereau-Gayon J., Peynaud E. (1971). Trattato di Enologia Vol. I. Maturazione dell'uva fermentazione alcoolica vinificazione. Edagricole, Bologna, Italia, p. 131.
  • [20] Sittler C., Marocke R. (1981). Geologie et oenologie en Alsace. Sols et terroirs geologiques, cepages et specificite des vins. Sciences géologiques. Bulletin et mémoires 34 (3), pp. 147-182. Retrieved March 1, 2016 from https://www.persee.fr/doc/sgeol_0302-2692_1981_num_34_3_1598.
  • [21] Cortell J. M., Sivertsen H. K., Kennedy J. A., Heymann H. (2008). Influence of Vine Vigor on Pinot Noir Fruit Composition, Wine Chemical Analysis, and Wine Sensory Attributes. American Journal of Enology and Viticulture 59 (1), 1-10.
  • [22] Ravaz L. (1906). Influence de la surproductionsur la vègètation de la vigne. Coulet, Montpellier, France.
  • [23] Price S. F., Breen P. J., Valladao M., Watson B. T. (1995). Cluster Sun Exposure and Quercetin in Pinot Noir Grapes and Wine. American Journal of Enology and Viticulture 46 (2), 187-194.
Mit dem Lagenkonzept rund um die Sorte Pinot Noir im Burgund wird auch der Begriff "climat" als Abgrenzung eines Standortes oder einer Lage verwendet, so dass sich daraus auch die Bedeutung des Klimas ableiten lässt (Vaudour, 2005) [13].
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  • [13] Vaudour E. (2005). I Terroir. Definizioni, caratterizzazione e protezione. Edagricole, Bologna, Italia.
Die Bedeutung von Sonneneinstrahlung und Temperatur zur Farbausprägung wird in der Literatur mehrfach erwähnt (Price et al., 1995 [23]; Bertamini et al., 1998 [24]), wobei es durchwegs auch sortenspezifische Unterschiede gibt. Pinot Noir reagiert bei höherer Sonnenexposition der Trauben mit stärkerer Einlagerung an Gesamtanthocyanen, während der Gehalt an Catechin und Epicatechin dadurch sinkt. Diese beiden chemischen Gruppen sind von besonderer sensorischer Bedeutung (Cortell et al., 2008) [21].
×
  • [23] Price S. F., Breen P. J., Valladao M., Watson B. T. (1995). Cluster Sun Exposure and Quercetin in Pinot Noir Grapes and Wine. American Journal of Enology and Viticulture 46 (2), 187-194.
  • [24] Bertamini M., Mattivi F., Nicolini G. (1998). L'influenza del clima e delle tecniche di gestione del vigneto sui polifenoli del vino.
    L'Enotecnico 34 (10), 31-42. http://hdl. handle.net/10449/17669.
  • [21] Cortell J. M., Sivertsen H. K., Kennedy J. A., Heymann H. (2008). Influence of Vine Vigor on Pinot Noir Fruit Composition, Wine Chemical Analysis, and Wine Sensory Attributes. American Journal of Enology and Viticulture 59 (1), 1-10.
In Zusammenhang mit dem Einfluss von Temperatur und Sonneneinstrahlung ist der Jahrgangseinfluss zu sehen und dessen Auswirkung auf die Polyphenolzusammensetzung (Bertamini et al., 1998) [24].
×
  • [24] Bertamini M., Mattivi F., Nicolini G. (1998). L'influenza del clima e delle tecniche di gestione del vigneto sui polifenoli del vino.
    L'Enotecnico 34 (10), 31-42. http://hdl. handle.net/10449/17669.
In Südtirol selbst sind die Temperaturschwankungen von Jahr zu Jahr erheblich, somit konnte ein deutlicher Jahrgangseffekt zum Beispiel bei Sauvignon Blanc im Südtiroler Überetsch beobachtet werden (Pedri und Pertoll, 2012) [25].
×
  • [25] Pedri U., Pertoll G. (2012). Die Auswirkungen unterschiedlicher Standorte auf Trauben- und Weinqualität bei der Sorte 'Sauvignon Blanc'. Mitteilungen Klosterneuburg 62 (4), 123-142.
Der größte Teil des Weinbaues in Südtirol befindet sich in einer Meereshöhe zwischen 220 m und 1000 m ü. NN in einer feuchttemperierten Klimate des Typs "Cfa" (Feuchttemperierte Klimate mit einer mittleren Temperatur des wärmsten Monats > 22 °C) nach Köppen (1918) [26] und kann umgangssprachlich als kontinental-inneralpines Klima bezeichnet werden. Die in der vorliegenden Arbeit beschriebene Sorten-Lagen-Studie findet im Südtiroler Überetsch, zwischen 247 m und 572 m ü. NN, unter den oben genannten klimatischen Bedingungen statt.
×
  • [26] Köppen W. (1918). Klassification der Klimate nach Temperatur, Niederschlag und Jahreslauf. Dr. A. Petermann's Mitteilungen aus Justus Perthes' Geographischer Anstalt 64, 193-203.

Material und Methoden

Boden und Klima

Die Basis für die Auswahl der Standorte wurde auf Grund der Kartierung des untersuchten Gebietes nach Thalheimer (2006) [27] vorgenommen. Die untersuchten Standorte (Tab. 1 und Tab. 2) entsprechen jenen aus Pedri und Pertoll (2012) [25]. Es wird darauf verwiesen und die Eigenschaften im Einzelnen im vorliegenden Artikel nicht mehr detailliert diskutiert.
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  • [27] Thalheimer M. (2006). Kartierung der landwirtschaftlich genutzten Böden des Überetsch in Südtirol. Laimburg Journal 3 (1), 135-177.
  • [25] Pedri U., Pertoll G. (2012). Die Auswirkungen unterschiedlicher Standorte auf Trauben- und Weinqualität bei der Sorte 'Sauvignon Blanc'. Mitteilungen Klosterneuburg 62 (4), 123-142.

Tab. 1: Topografische und geologische Beschreibung der geprüften Weinbaulagen // Topographical and geological description of investigated wine-growing locations.

+

Versuchsanlage

Experimental site

Meereshöhe
Elevation

(m)

Hangneigung
Inclination

(Grad)

Exposition
Exposition

(Grad)

pH-Boden
pH of soil

Ausgangsgestein
Parent rock

[Bodenart

Soil type*]

Humus
Humus

(%)

Ton
Clay

(%)

Schluff
Silt

(%)

Sand
Sand

(%)

Gesamt CaCO3
Total CaCO3

(%)

Eppan
"Berg"

572

8

105

7.15

Kalkdeckschutt

Calcareous surface rubble [sL]/[sC]

4.5

18.8

41.6

39.6

36.2

Girlan
"Doos"

420

5

330

6.10

Moräne

Moraine
[sL]/[sC]

4.1

8.0

26.3

65.7

0.0

Kaltern
"Dorf"

458

4

140

7.15

Kalkdeckschutt

Calcareous surface rubble [sL]/[sC]

3.3

20.3

50.7

29.0

51.0

St. Josef
am See

247

5

80

7.25

Kalkdeckschutt

Calcareous surface rubble [sL]/[sC]

3.0

21.3

42.0

36.7

55.3

Kaltern
"Mazzon"

383

5

160

6.50

Moräne

Moraine

[sL]/[sC]

3.0

10.8

26.0

63.2

0.0

St. Pauls
"Feld"

375

2.5

350

6.15

Seenablagerung

Lacustrine deposits

[lS]/[cS]

3.0

13.0

34.0

53.0

0.0

Planitzing
"Garnellen"

482

4

105

7.15

Kalkdeckschutt

Calcareous surface rubble [sL]/[sC]

3.2

11.3

34.3

54.4

0.0

Girlan
"Schreckbichl"

468

10

110

6.30

Moräne

Moraine

[hlS]/[hcS]

4.5

11.8

18.0

70.2

0.0

*Bodenart: sL = sandiger Lehm, lS = lehmiger Sand, hlS = humoslehmiger Sand // *Soil type: sC = sandy clay, cS = clayey sand, hcS = humus-clayey Sand.

Tab. 2: Klimadaten der Versuchsstandorte im Südtiroler Überetsch (Mittelwerte 1996-2002) // Climatic data for experimental sites in the Überetsch area of South Tyrol (means values for 1996-2002).

+

Versuchsanlage

Experimental site

Lufttemperatur

Air temperature

2m

(°C)

Bodentemperatur

Soil temperature

-50cm

(°C)

Luftfeuchte

Air humidity


(%)

Niederschlag

Precipitation


(mm)

Niederschlag

Precipitation

April-September

(mm)

Windgeschwindigkeit

Wind speed

(m/s)

Windrichtung

Wind direction

Eppan

"Berg"

10.7

11.3

71.3

954.1

594.2

0.95

SSW

SSW

Girlan

"Doos"

11.9

11.0

69.5

858.5

524.5

0.97

SSO

SSE

Kaltern

"Dorf"

12.1

11.2

71.1

1085.8

662.0

0.75

SSW

SSW

Kaltern

"St. Josef am See"

12.3

12.4

72.1

1051.0

644.0

1.23

SSW

SSW

Kaltern

"Mazzon"

12.3

12.0

72.2

1003.3

606.6

1.44

SSO

SSE

St.Pauls

"Feld"

11.9

10.4

68.1

907.5

557.5

0.91

SSO

SSE

Planitzing

"Garnellen"

11.2

11.3

71.2

997.4

612.5

1.20

SSW

SSW

Girlan

"Schreckbichl"

11.8

11.8

69.3

979.7

614.1

1.79

SSW

SSW

Die Wärmesummenindizes der beobachteten Standorte nach Huglin (1978) [28] liegen im Schnitt der Jahre 1996-2002 zwischen einem Wert von 1869 (576 m ü. NN) und einem Wert von 2329 (247 m ü. NN) (Tab. 3).
×
  • [28] Huglin P. (1978). Nouveau mode d’évaluation des possibilités héliothermiques d’un milieu viticole. Comptes Rendus de l'Academie d'Agriculture de France 64, 1117-1126.

Tab. 3: Huglin-Index der acht Versuchsstandorte im Überetsch vom Sorten-Lagen-Projekt // Huglin Index of the eight experimental sites in the Überetsch area of Variety/Site Project.

+

Jahr

Year

St. Pauls "Feld"

Eppan "Berg"

Girlan "Schreckbichl"

Planitzing "Garnellen"

Kaltern "Dorf"

Kaltern "Mazzon"

Kaltern

"St. Josef am See"

Girlan

"Doos"

1996

2168

1833

2064

1906

2029

2077

2299

2107

1997

2218

1889

2140

2006

2150

2327

2396

2186

1998

2280

1886

2227

2080

2402

2424

2505

2240

1999

2269

1849

2492

2009

2344

2245

2454

2204

2000

2323

1964

2112

2104

2344

2278

2393

2311

2001

2203

1790

1911

1945

2150

2153

2130

2010

2002

n.v.

n.v.

1953

1918

n.v.

2006

2126

2124

Mittelwert

Mean value

2244

1869

2128

1995

2237

2216

2329

2169

Maaß und Schwab (2012) [29] klassifizieren z.B. den Standort Laimburg (220 m ü. NN) mit seinem dekadenmittleren (2001-2010) Huglin-Index von ca. 2350 als "warm". Für Seguin und Garcia de Cortazar (2005) [30] kennzeichnen Werte zwischen 1800 und 2100 "gemäßigte" Standorte, jene zwischen 2100 und 2400 "gemäßigt heiße" (warme) Standorte. Es werden demzufolge also sechs von acht geprüften Standorten im Südtiroler Überetsch der Kategorie "gemäßigt heiß" (warm) zugeordnet und zwei von acht jener der "gemäßigten" Standorte. Der Huglin-Index ist im beobachteten Gebiet größtenteils vor allem von der Meereshöhe abhängig, wobei der Wert mit zunehmender Meereshöhe abnimmt. Die Grenze zwischen einem "gemäßigten" und "gemäßigt-heißen" Standort liegt im Südtiroler Überetsch bei ca. 470 m ü. NN.
×
  • [29] Maaß U., Schwab A. (2012). Temperaturentwicklung Laimburg im Vergleich mit anderen europäischen Weinbaustandorten. Obstbau Weinbau Fachblatt des Südtiroler Beratungsringes 49 (2), 72-75.
  • [30] Seguin B., Garcia de Cortazar I. (2005). Climate Warming: Consequences for Viticolture and the Notion of 'Terroirs' in Europe. Acta Horticulturae International Society for Horticultural Science (ISHS) 689, 61-70, DOI: 10.17660/ActaHortic.2005.689.3.
Für Huglin (1978) [28] selbst liegt der Huglin-Wärmesummenindex für Blauburgunder bei 1700. Nach Petgen (2007) [31] sind die Bedürfnisse jenen von Chardonnay und Sauvignon gleichzusetzen. Maaß und Schwab (2011) [32] passen die Huglin-Werte für kühlere Weinbauklimate an und setzen den Wert für Blauburgunder auf 1700 und somit vergleichbar mit Sauvignon aber niedriger als Chardonnay an.
×
  • [28] Huglin P. (1978). Nouveau mode d’évaluation des possibilités héliothermiques d’un milieu viticole. Comptes Rendus de l'Academie d'Agriculture de France 64, 1117-1126.
  • [31] Petgen M. (2007). Reaktion der Reben auf den Klimawandel. Schweizerische Zeitschrift für Obst- und Weinbau 143 (9), 6-9.
  • [32] Maaß U., Schwab A. (2011). Klimawandel und Sortenwahl. Der Huglin-Index und der Wärmeanspruch von Rebsorten. Das Deutsche Weinmagazin (10), 29-31.

Weinbauliche Erhebungen

Die weinbaulichen Erhebungen wurden von 1996-2002 durchgeführt.

Jährlich wurden ab Ende März von jeder Versuchsanlage die phänologischen Entwicklungsstadien nach der BBCH-Skala (Lorenz et al., 1994) [33] aufgezeichnet. Somit kann der zeitliche Ablauf von Austrieb, Blüte, Reifebeginn und Reife (16 °KMW) rückverfolgt werden.
×
  • [33] Lorenz D. H., Eichhorn K. W., Bleihofer H., Klose R., Meier U., Weber E. (1994). Phänologische Entwicklungsstadien der Weinrebe (Vitis vinifera L. ssp. Vinifera). Codierung und Beschreibung nach der erweiterten BBCH-Skala. Wein-Wissenschaft 49 (2), 66-70.

Ab Weichwerden der Beeren (BBCH 81) wurden in wöchentlichem Abstand Reifeproben gezogen und der Reifeverlauf für die jeweilige Lage erstellt. Bei den Analysen wurden der Zuckergehalt in Klosterneuburger Mostwaage (°KMW), die titrierbare Gesamtsäure (g/l) und der pH-Wert ermittelt. Auf diese Weise konnte ein zuverlässiges Bild über den Reifegrad der Trauben gewonnen und somit der optimale Zeitpunkt für die Ernte der jeweiligen Lage festgesetzt werden.

Weiters wurden die Anzahl der Trauben und Triebe pro Stock, die Erträge (Ertrag pro Stock, Ertrag pro m²) und das mittlere Traubengewicht erhoben. In den Jahren 1996-1999 wurden zur Traubenlese Erhebungen zum Befall durch Botrytis cinerea und Essigfäule durchgeführt. Dabei wurde mittels visueller Bonitur der Prozentsatz der Befallstärke der Trauben pro Stock ermittelt.

Beim Rebschnitt wurde das Schnittholzgewicht (Gewicht des einjährigen Holzes) erhoben und der Ravaz-Index (Ravaz, 1906) [22] errechnet. Dieser ergibt sich aus dem Verhältnis zwischen Ertrag und Schnittholz und kann mit dem Blatt-Frucht-Verhältnis verglichen werden. Um einen Einfluss des Ertragsniveaus auf die Weinbereitung möglichst gering zu halten, wurde eine Ertragsregulierung durchgeführt.
×
  • [22] Ravaz L. (1906). Influence de la surproductionsur la vègètation de la vigne. Coulet, Montpellier, France.

Der Reifeverlauf wurde durch wöchentliche Probenahmen von 150 Beeren je Standort durchgeführt. Diese Beerenproben wurden händisch gequetscht, mittels einer kleinen Labormembranpresse zweimal für je 1 min. bei 2 bar gepresst, der Most zentrifugiert und gesiebt. Es erfolgten Messungen des Mostgewichtes (°KMW) (refraktometrisch), der titrierbaren Gesamtsäure (g/L) (Reg CEE 2676/90 All.pto 13) und des pH-Wertes (Reg CEE 2676/90 All.pto 24).

Weinbereitung, sensorische und chemische Analysen

Die Weine wurden gemäß folgendem Standardprotokoll ausgebaut, analysiert und verkostet:

  • Die Trauben wurden mittels einer Abbeermaschine des Typs Zambelli abgebeert und gequetscht.
  • 28 kg Maische wurden in Weithalsglasballons gefüllt und mit Trockenreinzuchthefepräparat der Bezeichnung Levuline BRG nach vorhergehender Rehydrierung geimpft.
  • Der Schalenkontakt erfolgte während der gesamten alkoholischen Gärung bis zur Durchgärung unter 2.5 g/l Restzucker.
  • Händisches Untertauchen des Tresterhutes für eine Woche einmal täglich;
  • Gärung in der Gärzelle bei kontrollierter Temperatur von max. 28 °C;
  • Gärungskontrolle durch regelmäßige Restzuckeranalysen und Abstich bei Restzucker ≤ 2.5 g/L);
  • erster Abstich und die Beigabe von Druckmost (0.5 bar) ohne Zugabe von schwefeliger Säure;
  • der zweite Abstich zwei Wochen nach Gärende;
  • Lagerung in der Gärzelle bei Temperatur von 20 °C bis zum Ende der malolaktischen Gärung (BSA).

Die Weinausbauten erfolgten 1996 bis 1999. Die Weine wurden dreimal (Jahrgänge 1997 und 1998) oder viermal (Jahrgänge 1996 und 1999) jeweils im Jahresabstand verkostet, wobei die absolut letzte Verkostung 2005 stattfand. Dafür wurde eigens eine Verkostungskommission trainiert. Das Panel setzte sich aus Technikern des Versuchszentrums Laimburg, Weinbauberatern und Kellermeistern aus Südtirol zusammen. Für die Schulung wurden Fassproben, gefüllte Weine aus Praxisbetrieben und Versuchsweine verwendet.

Die Verkostungskommission wurde in zwei Gruppen eingeteilt und jeder Gruppe wurden alle Weine anonym in einer anderen randomisierten Reihenfolge als Einzelproben gereicht. Es wurden 20 einzelne Muster beurteilt, wobei einige Weine mehrmals anonym gereicht wurden. Diese doppelt gereichten Weine dienten zur Feststellung der Urteilssicherheit. Als Beurteilungsschemata wurden für jede Sorte eigene Profilanalysen nach Weiss (1972) [34], modifiziert angefertigt. Die gefragten Parameter waren sortenspezifisch und a priori anhand der durchgeführten Schulungsverkostungen festgelegt. Für die Endauswertung wurden nur jene Koster berücksichtigt, welche als urteilssicher galten (Kobler, 1996) [35]. Neben der sensorischen Beurteilung der Weine wurden die wichtigsten wertgebenden Inhaltsstoffe von Most und Wein gemessen:
×
  • [34] Weiss J., Willisch E., Knorr D., Schaller A. (1972). Ergebnisse von Untersuchungen bezüglich der differenzierten Wirkung einer sensorischen bewertenden Prüfmethode gegenüber einer sensorischen Rangordnungs-Prüfmethode am Beispiel von Apfelsaft und Birnennektar. Confructa 17 (4/5), 237-250.
  • [35] Kobler A. (1996). La valutazione sensoriale dei vini ed il controllo degli assaggiatori mediante l’uso di schede di analisi sensoriale non strutturate. Rivista di Viticoltura e di Enologia 49 (4), 3-18. Retrieved April 1, 2016 from http://moosmandl.macbay.net//publikationen/conegliano_degustazione_1996.pdf.
  • Mostgewicht (refraktometrisch),
  • titrierbare Gesamtsäure im Most und Wein (Reg CEE 2676/90 All.pto 13),
  • pH-Wert im Most und Wein (Reg CEE 2676/90 All.pto 24),
  • Alkoholgehalt im Wein (Reg CEE 2676/90 All.pto 3 "elektronische Dichtemessung" Reg Ce 355/2005 par 4c),
  • Gesamtextrakt (Reg CEE 2676/90 All.pto 4),
  • zuckerfreier Extrakt im Wein (rechnerisch: Gesamttrockenextrakt - Red Zucker + 1),
  • Weinsäure und Äpfelsäure im Wein (Ionenchromatographisch), Milchsäure im Wein (HPLC),
  • Gesamtgerbstoffe nach Folin im Wein (Folin-Ciocalteau Methodenbuch 5.04, 17),
  • hefeverwertbarer Stickstoff in den Jahren 1997 und 1998 (Ninhydrinmethode),
  • Restzucker (modifizierter Rebelein-Methode gemessen, =5.04mi10 rev4 2007 laut Methodenbuch der Weinchemie),
  • Anthocyane (photometrisch nach Somers & Evans).

Zur Unterscheidung der Lagen wurden die Daten varianzanalytisch verrechnet. Die statistische Verrechnung erfolgte über multivariante Varianzanalyse (MANOVA) zur Feststellung der Wechselwirkungen und schließlich über Mittelwertvergleiche (Oneway-ANOVA) um eine belastbare jahrgangs- und reifungsunabhängige Aussage treffen zu können. Dafür wurden alle Einzelwerte über eben diese Faktoren gemittelt und in Folge mit den Mittelwerten die statistische Berechnung durchgeführt. Als Statistikprogramm diente SPSS für Windows Release 11.0.1 und 12.0 von © SPSS Inc. 1989-2001. Weiters wurden die Lagen bezüglich ihrer Sensorik über Clusteranalysen und Hauptkomponentenanalysen gruppiert und charakterisiert. Diese deskriptive Hauptkomponentenanalyse erfolgte über The Unscrambler®X Version 10.3 (64-bit) © 2009-2013 CAMO Software.

Die Zusammenhänge zwischen den einzelnen gemessenen Parametern wurden, um Scheinkorrelationen zu vermeiden, über partielle Korrelationen gesucht (über Weinbaulage und Jahrgang).

Ergebnisse

Standorte, Böden und Klima

Aufgrund der Beschaffenheit des geologischen Ausgangsmaterials und der geologischen Entstehungsgeschichte der Landschaft können die Böden der Versuchsanlagen wie folgt beschrieben werden.

In den Versuchsanlagen Eppan "Berg", Kaltern "Dorf", "St. Josef am See" und Planitzing "Garnellen" befinden sich Böden auf Kalkgesteinsschutt, die im westlichen Teil des Überetsch in Form von Schwemmkegeln abgelagert wurden. Diese Böden haben einen mittleren bis hohen Skelettanteil (fast ausschließlich Dolomit- und Kalkgesteine), einen mittleren bis hohen Gehalt an Kalziumkarbonat in der Feinerde (pH-Werte im alkalischen Bereich), eine rötliche Farbe, sandig-lehmige bis lehmige Bodenart und eine hohe durchwurzelbare Tiefe.

Die Böden in den Versuchsanlagen Girlan "Doos", "Schreckbichl" und Kaltern "Mazzon" sind Moränenablagerungen, die sich durch das Geschiebe aus grobem und feinem Gesteinsmaterial der Gletscherströme gebildet haben. Diese Böden stellen flächenmäßig den größten Anteil der landwirtschaftlich genutzten Böden im Überetsch dar und charakterisieren das Landschaftsbild durch die lang gezogenen stromlinienförmigen Hügel. Deutlich sichtbar ist in diesen Böden ein Verwitterungshorizont, der durch die Verwitterungslösung des Kalziumkarbonats und die darauffolgende Verbraunung und Versauerung entstand. Es handelt sich um durchwegs leicht saure Böden.

Die Böden auf späteiszeitlichen Seenablagerungen (Versuchsanlage St. Pauls "Feld") sind hauptsächlich im nördlichen Überetsch anzufinden. Sie sind sandig-lehmig, sauer, wasserdurchlässig, sehr gut durchwurzelbar und andererseits von einem bescheidenen Wasser- und Nährstoffhaltevermögen gekennzeichnet. Der Humusgehalt ist durchwegs sehr niedrig und erreicht selten 2%.

In Tabelle 2 sind die Mittelwerte der Lufttemperatur auf 2 m Höhe, der Bodentemperatur in 50 cm Tiefe, der relativen Luftfeuchtigkeit, des Niederschlags, der Windgeschwindigkeit und Windrichtung von den verschiedenen Versuchsanlagen von 1996-2002 aufgezeichnet. Die höher gelegenen Lagen Eppan "Berg" und Planitzing "Garnellen" zeigen die niedrigsten Jahresdurchschnittstemperaturen auf, während die Standorte "St. Josef am See" und Kaltern "Mazzon" die wärmsten Lagen sind.

Bei der Bodentemperatur in 50 cm Tiefe wurde im lehmigen Sand in St. Pauls "Feld" der tiefste Wert registriert. Die höchsten Werte sind wiederum in "St. Josef am See" und Kaltern "Mazzon" zu verzeichnen.

Trotz der geringen Entfernungen zwischen den Versuchsanlagen (max. ca. 10 km), zeigten sich in jenen der Gemeinde Kaltern mehr Niederschläge im Gegensatz zu jenen in der Gemeinde Eppan.

Luftige Standorte mit durchschnittlichen Windgeschwindigkeiten von 1.79 m/s, 1.44 m/s und 1.23 m/s sind jeweils "Schreckbichl", Kaltern "Mazzon" und "St. Josef am See". Die Hauptwindrichtung im Überetsch ist Süd-Südwest oder Süd-Südost.

Der Huglin-Index der acht Versuchsanlagen zwischen 1996 und 2002 ist in Tabelle 3 dargestellt.

Er lag in den untersuchten Standorten in diesem Zeitraum zwischen 1833 (Eppan Berg im Jahr 1996) und 2505 (St. Josef am See 1998). Den im Schnitt der Jahre tiefsten Huglin-Indexwert zeigte erwartungsgemäß der höchstgelegenste Standort Eppan Berg mit 1869. Somit wurden der Mindestwert nach Huglin oder Maaß und Schwab (2011) [32] von 1700 auch am höchstgelegenen Standort überschritten.
×
  • [32] Maaß U., Schwab A. (2011). Klimawandel und Sortenwahl. Der Huglin-Index und der Wärmeanspruch von Rebsorten. Das Deutsche Weinmagazin (10), 29-31.

Die Eigenschaften der Standorte wirkten sich auch auf das Rebwachstum und die Traubengröße (Tab. 4) aus. Obwohl eine Ertragsregulierung durchgeführt wurde, konnte man statistisch signifikante Unterschiede in der Ertragshöhe finden. Die Ursache für diese Ertragsunterschiede trotz Ertragsregulierung sind hauptsächlich im unterschiedlichen mittleren Traubengewicht zu finden (Abb. 1). Das mittlere Traubengewicht schwankte von 132.4 g am Standort Kaltern "Dorf" bis 159.1 g am Standort Girlan "Schreckbichl". Höchstsignifikante Unterschiede wurden auch bezüglich des Schnittholzgewichtes, des Ravaz-Indexes und der Botrytis-Befallsstärke gefunden. In besonderem Maße ist die Botrytis-Befallsstärke von Bedeutung, da ein Botrytis-Befall entweder zu einem spürbaren Ertragsausfall oder zur Schmälerung der Maischequalität führt. Aus diesem Grund sind Produzenten in Botrytis-sensiblen Standorten häufig gezwungen ihre Trauben bei beginnendem Botrytis-Befall früher als zum optimalen Zeitpunkt zu lesen. So zeigte sich der tiefste Standort Kaltern "St. Josef am See" (247 m ü. NN) in besonderem Maße anfällig für den Ausbruch von Botrytis-Infektionen (ca. 25% Botrytis-Befallsstärke). Der fortgeschrittene Reifezustand bei gleichzeitig warmer Witterung im August und jahrgangsbedingt auftretenden Regenphasen führt vielfach dazu, dass die Trauben der naturgemäß engbeerigen Sorte Blauburgunder häufig im Traubeninneren feucht bleiben und so optimale Bedingungen für den Botrytis-Pilz vorliegen. Am Standort mit dem schwächsten Rebenwachstum, gemessen am Schnittholzgewicht, Kaltern "Mazzon", war im Schnitt der Jahre der Botrytis-Befall am geringsten (Abb. 2).

+

Abb. 1: Korrelationsdiagramm zwischen mittlerem Traubengewicht und Ertrag.

Fig. 1: Correlation diagram of mean berry weight and yield.

+

Abb. 2: Balkendiagramm der mittleren Botrytisbefallsstärke in Prozent.

Fig. 2: Bar chart of mean severity of botrytis infection in percent.

Tab. 4: Ergebnisse der Varianzanalyse weinbaulicher Messwerte (nur Varianten mit unterschiedlichen Buchstaben unterscheiden sich signifikant voneinander, Einfakt. Anova, Tukey-B, Signifikanzniveau 0.05) // Results of variance analysis of oenological measurement values (only variants with different letters differ significantly from each other, Einfakt. Anova, Tukey-B, Significance level 0.05).

+

Parameter

 

Kaltern "St. Josef am See"

Kaltern "Mazzon"

Kaltern "Dorf"

Planitzing "Garnellen"

St. Pauls "Feld"

Eppan "Berg"

Girlan "Doos"

Girlan "Schreck-bichl"

Weinbau
Wine-growing

Ertrag (kg/m²)
Yield (kg/m²)

***

0.88

c

0.70

ab

0.61

a

0.75

b

0.72

b

0.73

b

0.74

b

0.87

c

mittleres Traubengewicht (g)
Mean berry weight (g)

**

147.7

ab

142.4

ab

132.4

a

144.8

ab

141.2

a

135.7

a

136.7

a

159.1

b

Schnittholzgewicht
Pruned wood weight(kg/m²)

***

0.28

d

0.10

a

0.16

ab

0.23

bcd

0.17

abc

0.22

bcd

0.24

bcd

0.25

cd

RAVAZ-Index

***

3.2

a

7.2

b

4.2

a

3.0

a

4.8

a

3.9

a

3.8

a

3.8

a

Botrytisbefallsstärke * (%)
Severity of botrytis infection * (%)

***

26.7

f

1.6

a

19.0

e

11.9

d

5.9

c

3.5

b

6.1

c

4.3

b

*Jahre 1996 bis 1999 // From 1996 to 1999.

Die Tabelle 5 zeigt die einzelnen Daten zu den phänologischen Stadien, darunter auch das Weichwerden der Beeren. Dieses Stadium fällt je nach Standort auf unterschiedliche Zeitpunkte. Zwischen dem tiefsten und dem höchsten Standort liegen im Schnitt der Jahre knapp 19 Tage. Das bedeutet, dass der Reifebeginn am tiefsten Standort meist auf Ende Juli und somit in eine sehr warme Zeit fällt, während derselbe phänologische Zustand am höchstgelegensten Standort bereits auf eine deutlich kühlere Zeit fällt.

Tab. 5: Phänologische Stadien von 1996 bis 2002 an den acht Versuchsstandorten im Südtiroler Überetsch.

+

Stadium

 

Kaltern

"St. Josef am See"

Kaltern "Mazzon"

Kaltern "Dorf"

St. Pauls "Feld"

Planitzing "Garnellen"

Eppan "Berg"

Girlan "Doos"

Girlan "Schreckbichl"

BodenT>= 10°

1996

10.04.1996

12.04.1996

20.04.1996

23.04.1996

18.04.1996

21.04.1996

20.04.1996

19.04.1996

Austrieb (7)

16.04.1996

18.04.1996

19.04.1996

19.04.1996

20.04.1996

21.04.1996

19.04.1996

19.04.1996

Blühbeginn

27.05.1996

01.06.1996

03.06.1996

01.06.1996

06.06.1996

07.06.1996

02.06.1996

03.06.1996

Weichwerden

04.08.1996

08.08.1996

12.08.1996

06.08.1996

14.08.1996

18.08.1996

10.08.1996

07.08.1996

Reife (16 °Kmw)

12.09.1996

02.09.1996

09.09.1996

07.09.1996

09.09.1996

09.09.1996

09.09.1996

05.09.1996

Boden T>=10°

1997

27.03.1997

02.04.1997

26.04.1997

03.05.1997

10.04.1997

24.04.1997

26.04.1997

03.04.1997

Austrieb (7)

26.03.1997

26.03.1997

01.04.1997

09.04.1997

09.04.1997

10.04.1997

31.03.1997

02.04.1997

Blühbeginn

20.05.1997

24.05.1997

30.05.1997

31.05.1997

03.06.1997

09.06.1997

29.05.1997

29.05.1997

Weichwerden

23.07.1997

28.07.1997

04.08.1997

11.08.1997

04.08.1997

18.08.1997

28.07.1997

04.08.1997

Reife (16 °Kmw)

24.08.1997

26.08.1997

01.09.1997

03.09.1997

02.09.1997

09.09.1997

31.08.1997

01.09.1997

Boden T>=10°

1998

31.03.1998

06.04.1998

06.04.1998

27.04.1998

04.04.1998

23.04.1998

23.04.1998

04.04.1998

Austrieb

04.04.1998

04.04.1998

14.04.1998

08.04.1998

09.04.1998

10.04.1998

05.04.1998

06.04.1998

Blühbeginn

27.05.1998

02.06.1998

05.06.1998

03.06.1998

06.06.1998

08.06.1998

02.06.1998

02.06.1998

Weichwerden

19.07.1998

27.07.1998

13.08.1998

24.07.1998

17.08.1998

13.08.1998

27.07.1998

10.08.1998

Reife (16 °Kmw)

17.08.1998

24.08.1998

31.08.1998

30.08.1998

01.09.1998

06.09.1998

25.08.1998

31.08.1998

Boden T>=10°

1999

02.04.1999

02.04.1999

29.04.1999

27.04.1999

24.04.1999

26.04.1999

25.04.1999

05.04.1999

Austrieb

05.04.1999

07.04.1999

14.04.1999

19.04.1999

19.04.1999

19.04.1999

12.04.1999

11.04.1999

Blühbeginn

25.05.1999

27.05.1999

03.06.1999

01.06.1999

05.06.1999

08.06.1999

29.05.1999

31.05.1999

Weichwerden

19.07.1999

28.07.1999

30.07.1999

30.07.1999

06.08.1999

11.08.1999

30.07.1999

31.07.1999

Reife (16 °Kmw)

23.08.1999

27.08.1999

06.09.1999

06.09.1999

05.09.1999

10.09.1999

31.08.1999

04.09.1999

Boden T>=10°

2000

06.04.2000

06.04.2000

21.04.2000

23.04.2000

19.04.2000

22.04.2000

21.04.2000

19.04.2000

Austrieb

18.04.2000

18.04.2000

21.04.2000

22.04.2000

23.04.2000

22.04.2000

22.04.2000

21.04.2000

Blühbeginn

22.05.2000

26.05.2000

29.05.2000

28.05.2000

02.06.2000

05.06.2000

29.05.2000

27.05.2000

Weichwerden

17.07.2000

17.07.2000

25.07.2000

18.07.2000

28.07.2000

07.08.2000

21.07.2000

19.07.2000

Reife (16 °Kmw)

19.08.2000

21.08.2000

28.08.2000

23.08.2000

25.08.2000

30.08.2000

26.08.2000

21.08.2000

Boden T>=10°

2001

22.03.2001

25.03.2001

29.04.2001

29.04.2001

26.04.2001

26.04.2001

27.04.2001

27.04.2001

Austrieb

29.03.2001

06.04.2001

12.04.2001

10.04.2001

12.04.2001

20.04.2001

07.04.2001

07.04.2001

Blühbeginn

25.05.2001

26.05.2001

01.06.2001

28.05.2001

05.06.2001

08.06.2001

28.05.2001

28.05.2001

Weichwerden

26.07.2001

27.07.2001

04.08.2001

30.07.2001

05.08.2001

06.08.2001

27.07.2001

31.07.2001

Reife (16 °Kmw)

21.08.2001

26.08.2001

31.08.2001

27.08.2001

07.09.2001

08.09.2001

26.08.2001

06.09.2001

Boden T>=10°

2002

28.03.2002

01.04.2002

23.04.2002

19.04.2002

18.04.2002

23.04.2002

24.04.2002

04.04.2002

Austrieb

08.04.2002

05.04.2002

12.04.2002

19.04.2002

19.04.2002

23.04.2002

10.04.2002

06.04.2002

Blühbeginn

27.05.2002

31.05.2002

03.06.2002

31.05.2002

10.06.2002

11.06.2002

31.05.2002

31.05.2002

Weichwerden

19.07.2002

21.07.2002

29.07.2002

23.07.2002

29.07.2002

29.07.2002

26.07.2002

23.07.2002

Reife (16 °Kmw)

-

-

-

-

-

-

-

-

Tab. 5: Phenological stages, from 1996 to 2002, at the eight experimental sites in the Überetsch area of South Tyrol.

Stadium

 

Kaltern

"St. Josef am See"

Kaltern "Mazzon"

Kaltern "Dorf"

St. Pauls "Feld"

Planitzing "Garnellen”

Eppan "Berg"

Girlan "Doos"

Girlan "Schreck-

bichl"

Soil T>= 10 °

1996

10.04.1996

12.04.1996

20.04.1996

23.04.1996

18.04.1996

21.04.1996

20.04.1996

19.04.1996

Shooting (7)

16.04.1996

18.04.1996

19.04.1996

19.04.1996

20.04.1996

21.04.1996

19.04.1996

19.04.1996

Start of blossoming

27.05.1996

01.06.1996

03.06.1996

01.06.1996

06.06.1996

07.06.1996

02.06.1996

03.06.1996

Softening

04.08.1996

08.08.1996

12.08.1996

06.08.1996

14.08.1996

18.08.1996

10.08.1996

07.08.1996

Ripe (16 °Kmw)

12.09.1996

02.09.1996

09.09.1996

07.09.1996

09.09.1996

09.09.1996

09.09.1996

05.09.1996

Soil T>= 10 °

1997

27.03.1997

02.04.1997

26.04.1997

03.05.1997

10.04.1997

24.04.1997

26.04.1997

03.04.1997

Shooting (7)

26.03.1997

26.03.1997

01.04.1997

09.04.1997

09.04.1997

10.04.1997

31.03.1997

02.04.1997

Start of blossoming

20.05.1997

24.05.1997

30.05.1997

31.05.1997

03.06.1997

09.06.1997

29.05.1997

29.05.1997

Softening

23.07.1997

28.07.1997

04.08.1997

11.08.1997

04.08.1997

18.08.1997

28.07.1997

04.08.1997

Ripe (16 °Kmw)

24.08.1997

26.08.1997

01.09.1997

03.09.1997

02.09.1997

09.09.1997

31.08.1997

01.09.1997

Soil T>= 10 °

1998

31.03.1998

06.04.1998

06.04.1998

27.04.1998

04.04.1998

23.04.1998

23.04.1998

04.04.1998

Shooting (7)

04.04.1998

04.04.1998

14.04.1998

08.04.1998

09.04.1998

10.04.1998

05.04.1998

06.04.1998

Start of blossoming

27.05.1998

02.06.1998

05.06.1998

03.06.1998

06.06.1998

08.06.1998

02.06.1998

02.06.1998

Softening

19.07.1998

27.07.1998

13.08.1998

24.07.1998

17.08.1998

13.08.1998

27.07.1998

10.08.1998

Ripe (16 °Kmw)

17.08.1998

24.08.1998

31.08.1998

30.08.1998

01.09.1998

06.09.1998

25.08.1998

31.08.1998

Soil T>= 10 °

1999

02.04.1999

02.04.1999

29.04.1999

27.04.1999

24.04.1999

26.04.1999

25.04.1999

05.04.1999

Shooting (7)

05.04.1999

07.04.1999

14.04.1999

19.04.1999

19.04.1999

19.04.1999

12.04.1999

11.04.1999

Start of blossoming

25.05.1999

27.05.1999

03.06.1999

01.06.1999

05.06.1999

08.06.1999

29.05.1999

31.05.1999

Softening

19.07.1999

28.07.1999

30.07.1999

30.07.1999

06.08.1999

11.08.1999

30.07.1999

31.07.1999

Ripe (16 °Kmw)

23.08.1999

27.08.1999

06.09.1999

06.09.1999

05.09.1999

10.09.1999

31.08.1999

04.09.1999

Soil T>= 10 °

2000

06.04.2000

06.04.2000

21.04.2000

23.04.2000

19.04.2000

22.04.2000

21.04.2000

19.04.2000

Shooting (7)

18.04.2000

18.04.2000

21.04.2000

22.04.2000

23.04.2000

22.04.2000

22.04.2000

21.04.2000

Start of blossoming

22.05.2000

26.05.2000

29.05.2000

28.05.2000

02.06.2000

05.06.2000

29.05.2000

27.05.2000

Softening

17.07.2000

17.07.2000

25.07.2000

18.07.2000

28.07.2000

07.08.2000

21.07.2000

19.07.2000

Ripe (16 °Kmw)

19.08.2000

21.08.2000

28.08.2000

23.08.2000

25.08.2000

30.08.2000

26.08.2000

21.08.2000

Soil T>= 10 °

2001

22.03.2001

25.03.2001

29.04.2001

29.04.2001

26.04.2001

26.04.2001

27.04.2001

27.04.2001

Shooting (7)

29.03.2001

06.04.2001

12.04.2001

10.04.2001

12.04.2001

20.04.2001

07.04.2001

07.04.2001

Start of blossoming

25.05.2001

26.05.2001

01.06.2001

28.05.2001

05.06.2001

08.06.2001

28.05.2001

28.05.2001

Softening

26.07.2001

27.07.2001

04.08.2001

30.07.2001

05.08.2001

06.08.2001

27.07.2001

31.07.2001

Ripe (16 °Kmw)

21.08.2001

26.08.2001

31.08.2001

27.08.2001

07.09.2001

08.09.2001

26.08.2001

06.09.2001

Soil T>= 10 °

2002

28.03.2002

01.04.2002

23.04.2002

19.04.2002

18.04.2002

23.04.2002

24.04.2002

04.04.2002

Shooting (7)

08.04.2002

05.04.2002

12.04.2002

19.04.2002

19.04.2002

23.04.2002

10.04.2002

06.04.2002

Start of blossoming

27.05.2002

31.05.2002

03.06.2002

31.05.2002

10.06.2002

11.06.2002

31.05.2002

31.05.2002

Softening

19.07.2002

21.07.2002

29.07.2002

23.07.2002

29.07.2002

29.07.2002

26.07.2002

23.07.2002

Ripe (16 °Kmw)

-

-

-

-

-

-

-

-

Der Reifeverlauf spiegelt im Wesentlichen die Unterschiede der Standorte während der gesamten Vegetationsperiode wieder. Exemplarisch dafür ist in Abbildung 3 der Reifeverlauf des Jahres 2002 abgebildet. Man erkennt deutlich die großen Unterschiede zwischen den Lagen zu jedem Zeitpunkt der Probenahme. Besonders die zwei Standorte Kaltern "St. Josef am See" sowie Kaltern "Mazzon" zeichnen sich durch einen sehr frühen Reifebeginn, in der dritten Julidekade aus. Am Standort Kaltern "St. Josef am See" führt der frühe Reifebeginn dazu, dass die Botrytis-Anfälligkeit deutlich ansteigt (Abb. 2).

+

Abb. 3: Reifeverlauf im Jahr 2002 mit Mostgewicht (Klosterneuburger Mostwaage - gestrichelte Linien) und Gesamtsäure (g/l - durchgehende Linie) bei Blauburgunder im Weinanbaugebiet Überetsch.

Fig. 3: Maturation in the year 2002, with must weight (Klosterneuburger must scale – dashed line) and total acid (g/l – solid line) for Pinot Noir in the wine-growing area of Überetsch.

Die Weine

Die im Wein messbaren Unterschiede zwischen den Standorten sind erheblich. Tabelle 6 stellt diesbezüglich eine Übersicht dar. Hochsignifikante Unterschiede (***) wurden beim pH-Wert im Most, der Säure im Most, dem hefeverwertbaren Stickstoff, den Gesamtpolyphenolen (Abb. 4) sowie dem sensorisch wahrnehmbaren harten Gerbstoff festgestellt. Stark signifikante (**) Unterschiede wurden bezüglich des Entwicklungsstadiums und der Vielseitigkeit der Weine gefunden. Signifikante Unterschiede (*) im Wein konnten für die Parameter Milchsäure, pH-Wert, titrierbare Säure, Alkohol, sensorisch wahrnehmbare Fülle (dünn – voll), Gesamtqualität (kleine Qualität – gute Qualität), sensorisch wahrnehmbare Menge an Gerbstoff (zu wenig – zu viel) und der sensorischen Gerbstoffbitterkeit (nicht bitter – bitter) festgestellt werden.

+

Abb. 4: Gesamtpolyphenole nach Folin-Ciocalteau im Mittel der Jahre mit Standardabweichung.

Fig. 4: Total polyphenols according to Folin-Ciocalteau, mean values over course of years, with standard deviation.

Tab. 6: Ergebnisse der Varianzanalyse der im Most und Wein gemessenen Parameter (nur Varianten mit unterschiedlichen Buchstaben unterscheiden sich signifikant voneinander, Einfakt. Anova, Tukey-B, Signifikanzniveau 0.05) // Results of variance analysis of the parameters measured in must and wine (only variants with different letters differ significantly from each other, Einfakt. Anova, Tukey-B, Significance level 0.05).

+

Parameter

 

Kaltern

"St. Josef am See"

Kaltern "Mazzon"

Kaltern "Dorf"

Planitzing "Garnellen"

St. Pauls "Feld"

Eppan "Berg"

Girlan "Doos"

Girlan "Schreck-bichl"

Mostparameter
Must parameters

pH-Wert
pH value

***

3.57

c

3.43

b

3.44

b

3.45

b

3.49

bc

3.30

a

3.46

b

3.45

titrierbare Gesamtsäure (g/l)
Titratable acidity (g/l)

***

6.3

ab

6.2

ab

7.6

c

7.5

c

6.2

a

7.1

bc

7.0

abc

6.8

abc

Mostgewicht (°KMW)
Must weight (°KMW)

n.s.

18.7

-

19.1

-

18.7

-

19.1

-

18.6

-

19.3

-

18.2

-

18.9

-

Hefeverwertbarer Stickstoff (mg/l)
Yeast assimilable nitrogen (mg/l)

***

210

bc

99

ab

64

a

286

c

211

bc

214

bc

242

bc

180

b

Weinparameter

Wine parameters

Weinsäure (g/l)
Tartarci acid (g/l)

n.s.

1.8

-

2.2

-

2.2

-

2.0

-

2.3

-

2.3

-

2.0

-

2.1

-

Milchsäure (g/l)
Lactic acid (g/l)

*

2.8

b

2.4

ab

2.5

ab

2.6

ab

2.7

ab

2.3

a

2.8

b

2.7

ab

pH-Wert
pH value

*

4.02

b

3.98

ab

3.89

ab

3.94

ab

3.97

ab

3.84

a

3.95

ab

3.90

ab

titrierbare Gesamtsäure (g/l)
Titratable acidity (g/l)

*

4.3

a

4.6

abc

4.8

c

4.4

ab

5.0

abc

4.8

bc

4.5

abc

4.6

abc

Alkohol (% Vol.)
Alcohol (% vol.)

*

12.5

ab

12.8

ab

12.7

ab

12.6

ab

12.3

ab

13.2

b

12.1

a

12.6

ab

Gesamtgerbstoffe (mg/l)
Total polyphenols (mg/l)

***

1451

a

1921

cd

2126

d

1442

a

1607

ab

1746

bc

1449

a

1552

ab

Gesamtextrakt (g/l)
Total dry extract (g/l)

n.s.

28.6

-

28.2

-

28.4

-

27.2

-

28.7

-

27.6

-

27.7

-

28.1

-

reduzierter Trockenextrakt (g/l)
Reduced extract (g/l)

*

27.19

26.87

27.16

25.97

27.13

26.28

26.48

27.15

Restzucker (g/l)
Residual sugars (g/l)

n.s.

1.9

-

2.1

-

1.8

-

1.8

-

2.0

-

1.9

-

1.7

-

1.8

-

Gärtage

Days of fermentation (d)

***

6.0

a

10.0

c

11.0

c

7.0

ab

7.0

ab

8.0

b

6.0

a

8.0

b

Sensorische Parameter

Sensory parameters

einfach - vielseitig (cm)
simple - complex (cm)

**

4.8

a

5.7

b

5.1

ab

4.8

ab

4.7

a

5.7

b

4.6

a

4.6

a

untypisch - typisch (cm)
atypical - typical (cm)

n.s.

5.2

-

5.7

-

5.3

-

5.5

-

4.9

-

5.8

-

4.7

-

4.8

-

dünn - voll (cm)
thin - full-bodied (cm)

*

4.6

abc

5.5

c

4.9

abc

4.9

abc

4.7

abc

5.4

bc

4.2

a

4.4

ab

kleine Qualität - gute Qualität (cm)
poor quality - good quality (cm)

*

4.4

ab

5.4

ab

4.9

ab

4.9

ab

4.5

ab

5.6

b

4.2

a

4.2

a

zu wenig Gerbstoff - zu viel Gerbstoff (cm)
too little tannins - too much tannins (cm)

*

-1.5

a

0.3

bc

0.4

c

-1.2

ab

-0.6

abc

-0.2

abc

-1.7

a

-1.2

ab

nicht bitterer Gerbstoff - bitterer Gerbstoff (cm)
non-bitter tannins - bitter tannins (cm)

*

2.8

ab

3.3

ab

4.1

b

2.5

ab

3.3

a

2.9

ab

3.3

ab

3.2

ab

nicht harter Gerbstoff - harter Gerbstoff (cm)
non-hard tannins - hard tannins (cm)

***

2.1

a

3.7

c

4.5

c

2.0

a

3.0

b

3.1

b

2.2

a

2.5

a

jugendlich - optimal reif - alt (cm)
young - optimal aged - old (cm)

**

2.8

c

0.2

a

0.6

ab

1.8

abc

2.1

bc

0.8

ab

0.5

ab

2.5

c

Nicht signifikante Unterschiede wurden beim Mostgewicht, beim Gehalt an Weinsäure im Wein, dem Gesamtextrakt und der Typizität der Weine festgestellt. Die nicht signifikanten Unterschiede in Mostgewicht und Weinsäure sind darauf zurückzuführen, dass versucht wurde, den maximalen Ausreifungsgrad zu erreichen, somit wurde der Lesezeitpunkt an den Standort angepasst, und demzufolge näherten sich diese Messwerte einander an. Dass beim Deskriptor der Typizität kein statistisch signifikanter Unterschied zu Tage getreten ist, beschreibt im Grunde nichts anderes, als dass alle Weine in ähnlichem Maß als Pinot Noir zu erkennen waren. Am stärksten äußerte sich der Standorteinfluss bezüglich der Kriterien "Reifezustand" und der Gerbstoffkomponenten "hart bis nicht hart" und "bitter bis nicht bitter" (Abb. 5, Abb. 6 und Abb.7).

+

Abb. 5: Beurteilung des Entwicklungszustandes der Weine aus den geprüften Standorten im Schnitt der Jahre von 1996 bis 1999.

Fig. 5: Evaluation of the developmental condition of the wines from the experimental sites, average values for 1996 to 1999.

+

Abb. 6: Beurteilung der sensorisch wahrgenommenen "Härte" des Gerbstoffes der Weine aus den geprüften Standorten im Schnitt der Jahre von 1996 bis 1999.

Fig. 6: Evaluation of the sensory perception of "Hardness" of the tannins of the wines from the experimental sites, average values for 1996 to 1999.

+

Abb. 7: Sensorisches Profil im Schnitt der Jahre.

Fig. 7: Sensory profile, yearly average.

Anhand einer multifaktoriellen Datenanalyse kann man erkennen, dass die Zusammenhänge der Bodenkennwerte und erhobenen Klimadaten zu den sensorischen Eigenschaften der Weine wenig ausgeprägt sind. So konnte nur indirekt ein Einfluss des Bodens auf die Weinqualität festgestellt werden, nämlich über die Wuchsstärke der Rebstöcke und dessen Einfluss auf den Entwicklungszustand der Weine (Abb. 8 und Abb. 9).

+

Abb. 8: PLS- (Partial Least Square) Kalibration zwischen weinbaulichen Erhebungen und den sensorischen Eigenschaften der Blauburgunder-Weine.

Fig. 8: PLS- (Partial Least Square) Calibration between oenological surveys and the sensory characteristics of Pinot Noir wines.

+

Abb. 9: PLS- (Partial Least Square) Kalibration zwischen Standortkennzahlen, Witterungsdaten und den sensorischen Eigenschaften der Blauburgunder-Weine.

Fig. 9: PLS- (Partial Least Square) Calibration between site characteristics, weather data, and sensory characteristics of Pinot Noir wines.

In Tabelle 7 sind die Zusammenhänge zwischen den klimatischen, bodenkundlichen, weinbaulichen, weinchemischen und sensorischen Charakteristiken ersichtlich. Das Schnittholzgewicht oder der Ravaz-Index als Maß der Wuchsstärke einer Rebe korreliert in gewissem Maß mit einigen Inhaltsstoffen wie dem hefeverwertbaren Stickstoff im Most oder dem Gehalt an Gesamtpolyphenolen im Wein und den sensorischen Eigenschaften zur Wahrnehmung der Gerbstoffe. Insofern sind Standorte, die eher zu schwachwachsenden Rebanlagen führen vorteilhafter als Böden, die das Wachstum der Reben fördern.

Tab. 7: Signifikante Zusammenhänge zwischen sensorischen Parametern, Most- und Weininhaltsstoffen sowie Bodenkenn- und Klimadaten.

+

Faktor 1

Faktor 2

Korr.-koeff.

Sign.

Ertrag (kg/m²)

Mittleres Traubengewicht (g)

0.79

0.000

Verdunstung IV-IX (mm)

0.61

0.000

Mostgewicht (°KMW)

Regen V-VI (mm)

0.48

0.000

Regen VII-VIII (mm)

-0.48

0.000

pH-Wert Most

Jahresdurchschnittstemperatur (°C)

0.53

0.000

Verdunstung IV-IX (mm)

0.51

0.000

Huglin Index

0.48

0.000

Meereshöhe (m)

-0.51

0.000

titrierbare Gesamtsäure Most (g/l)

-0.51

0.000

Bodentemperatur (°C)

0.40

0.003

titrierbare Gesamtsäure Most (g/l)

Verdunstung IV-IX (mm)

-0.48

0.000

pH-Wert Most

-0.51

0.000

Jahresdurchschnittstemperatur (°C)

-0.40

0.003

Hefeverwertbarer Stickstoff (mg/l)

Schnittholzgewicht (kg/m²)

0.72

0.000

Ravaz-Index (kg/kg)

-0.66

0.000

Regen V-VI (mm)

-0.52

0.005

pH-Wert Wein

Regen V-VI (mm)

0.73

0.000

pH-Wert Most

0.67

0.000

reduzierter Extrakt (g/l)

0.66

0.000

Mostgewicht (°KMW)

0.62

0.000

Jahresdurchschnittstemperatur (°C)

0.52

0.000

Regen VII-VIII (mm)

-0.42

0.000

titrierbare Gesamtsäure Most (g/l)

-0.44

0.000

titrierbare Gesamtsäure Wein (g/l)

-0.65

0.000

Gesamtpolyphenole (mg/l)

0.45

0.001

Alkohol (% Vol.)

0.43

0.001

Bodentemperatur (°C)

0.39

0.004

Alkohol (% Vol.)

Mostgewicht (°KMW)

0.91

0.000

reduzierter Extrakt (g/l)

0.64

0.000

Gesamtpolyphenole (mgL)

0.63

0.000

Milchsäure (g/l)

-0.49

0.000

pH-Wert Wein

0.43

0.001

Regen VII-VIII (mm)

-0.42

0.002

Ertrag (kg/m²)

-0.52

0.005

reduzierter Extrakt (g/l)

Mostgewicht (°KMW)

0.69

0.000

pH-Wert Wein

0.66

0.000

Alkohol (% Vol.)

0.64

0.000

Gesamtpolyphenole (mg/l)

0.61

0.000

Regen V-VI (mm)

0.49

0.000

Jahresdurchschnittstemperatur (°C)

0.46

0.001

pH-Wert Most

0.40

0.003

Gesamtpolyphenole (mg/l)

Gärtage (d)

0.78

0.000

Regen V-VI (mm)

0.68

0.000

Alkohol (% Vol.)

0.62

0.000

reduzierter Extrakt

0.61

0.000

Mostgewicht (°KMW)

0.60

0.000

Regen VII-VIII (mm)

-0.56

0.000

Milchsäure (g/l)

-0.63

0.000

Hefeverwertbarer Stickstoff (mg/l)

-0.85

0.000

pH-Wert Wein

0.45

0.001

Schnittholzgewicht (kg/m²)

-0.46

0.001

Jahresdurchschnittstemperatur (°C)

0.39

0.004

Ertrag (kg/m²)

-0.52

0.005

titrierbare Gesamtsäure Wein

pH-Wert Most

-0.60

0.000

pH-Wert Wein

-0.65

0.000

Hefeverwertbarer Stickstoff (mg/l)

-0.56

0.002

titrierbare Gesamtsäure Most (g/l)

0.38

0.005

Weinsäure (g/l)

Ravaz-Index (kg/kg)

0.45

0.001

Gärtage (d)

0.43

0.001

Hefeverwertbarer Stickstoff (mg/l)

-0.60

0.001

Regen VII-VIII (mm)

0.52

0.000

Schnittholzgewicht (kg/m²)

0.46

0.000

Alkohol (% Vol.)

-0.49

0.000

Regen V-VI (mm)

-0.52

0.000

Gärtage (d)

-0.57

0.000

Gesamtpolyphenole (mg/l)

-0.63

0.000

titrierbare Gesamtsäure Most

0.41

0.002

Mostgewicht (°KMW)

-0.41

0.002

Gärtage (d)

Hefeverwertbarer Stickstoff (mg/l)

-0.78

0.000

Geruchsvielseitigkeit

einfach - vielseitig (cm)

kleine Qualität - gute Qualität (cm)

0.86

0.000

untypisch - typisch (cm)

0.86

0.000

dünn - voll (cm)

0.68

0.000

wenig Gerbstoff - viel Gerbstoff (cm)

0.48

0.000

pH-Wert Most

-0.30

0.000

jugendlich - alt (cm)

-0.67

0.000

Alkohol (% Vol.)

0.43

0.001

Gesamtpolyphenole (mg/l)

0.27

0.002

Meereshöhe (m)

0.23

0.003

Huglin Index

-0.24

0.005

Typizität

untypisch - typisch (cm)

kleine Qualität - gute Qualität (cm)

0.88

0.000

Geruch einfach - vielseitig (cm)

0.85

0.000

dünn - voll (cm)

0.72

0.000

wenig Gerbstoff - viel Gerbstoff (cm)

0.42

0.000

Alkohol (% Vol.)

0.34

0.000

jugendlich - alt (cm)

-0.52

0.000

Gesamtpolyphenole (mg/l)

0.26

0.003

Huglin Index

-0.24

0.005

Fülle

dünn - voll (cm)

kleine Qualität - gute Qualität (cm)

0.86

0.000

Typizität untypisch - typisch (cm)

0.72

0.000

Geruch einfach - vielseitig (cm)

0.68

0.000

wenig Gerbstoff - viel Gerbstoff (cm)

0.62

0.000

Alkohol (% Vol.)

0.53

0.000

Gesamtpolyphenole (mg/l)

0.48

0.000

Mostgewicht (°KMW)

0.41

0.000

Regen V-VI (mm)

0.32

0.000

Schnittholzgewicht (kg/m²)

-0.31

0.000

Regen VII-VIII (mm)

-0.33

0.000

Milchsäure (g/l)

-0.45

0.000

jugendlich - alt (cm)

-0.52

0.000

Meereshöhe (m)

0.27

0.002

Hefeverwertbarer Stickstoff (mg/l)

-0.40

0.002

Weinsäure (g/l)

0.25

0.004

Gerbstoff hart - weich (cm)

0.25

0.004

Gesamteindruck

kleine Qualität - gute Qualität (cm)

Typizität untypisch - typisch (cm)

0.88

0.000

Geruch einfach - vielseitig (cm)

0.86

0.000

dünn - voll (cm)

0.86

0.000

wenig Gerbstoff - viel Gerbstoff (cm)

0.58

0.000

Alkohol (% Vol.)

0.44

0.000

Gesamtpolyphenole (mg/l)

0.36

0.000

Meereshöhe (m)

0.31

0.000

Mostgewicht (°KMW)

0.30

0.000

Milchsäure (g/l)

-0.35

0.000

jugendlich - alt (cm)

-0.63

0.000

Huglin Index

-0.29

0.001

Schnittholzgewicht (kg/m²)

-0.27

0.002

Durchschnittstemperatur IV-IX (°C)

-0.27

0.002

pH-Wert Most

-0.25

0.003

Regen VII-VIII (mm)

-0.26

0.003

Regen V-VI (mm)

0.24

0.005

Gerbstoff (sensorisch)

zu wenig - zu viel (cm)

Gerbstoff hart - weich (cm)

0.68

0.000

dünn - voll (cm)

0.62

0.000

Gesamtpolyphenole (mg/l)

0.61

0.000

kleine Qualität - gute Qualität (cm)

0.58

0.000

Geruch einfach - vielseitig (cm)

0.48

0.000

Gerbstoff bitter - nicht bitter (cm)

0.44

0.000

Typizität untypisch - typisch (cm)

0.42

0.000

Weinsäure (g/l)

0.42

0.000

titrierbare Gesamtsäure Wein (g/l)

0.40

0.000

Ravaz-Index (kg/kg)

0.33

0.000

Alkohol (% Vol.)

0.30

0.000

Regen V-VI (mm)

0.30

0.000

Schnittholzgewicht (kg/m²)

-0.45

0.000

Milchsäure (g/l)

-0.47

0.000

jugendlich - alt (cm)

-0.64

0.000

Hefeverwertbarer Stickstoff (mg/l)

-0.74

0.000

Meereshöhe (m)

0.29

0.001

Regen VII-VIII (mm)

-0.24

0.005

Gerbstoff

bitter - nicht bitter (cm)

Gerbstoff hart - weich (cm)

0.67

0.000

Gesamtpoyphenole (mg/l)

0.51

0.000

wenig Gerbstoff - viel Gerbstoff (cm)

0.44

0.000

Regen V-VI (mm)

0.34

0.000

Jahresdurchschnittstemperatur (°C)

0.33

0.000

Milchsäure (g/l)

-0.30

0.000

Hefeverwertbarer Stickstoff (mg/l)

-0.55

0.000

reduzierter Extrakt (g/l)

0.26

0.002

Regen VII-VIII (mm)

-0.27

0.002

titrierbare Gesamtsäure Wein (g/l)

0.25

0.004

Schnittholzgewicht (kg/m²)

-0.25

0.004

Gerbstoff

hart - weich (cm)

wenig Gerbstoff - viel Gerbstoff (cm)

0.68

0.000

Gerbstoff bitter - nicht bitter (cm)

0.67

0.000

Gesamtpoyphenole (mg/l)

0.63

0.000

titrierbare Gesamtsäure Wein (g/l)

0.41

0.000

Regen V-VI (mm)

0.35

0.000

Weinsäure (g/l)

0.35

0.000

Ravaz-Index (kg/kg)

0.35

0.000

Jahresdurchschnittstemperatur (°C)

0.25

0.000

Regen VII-VIII (mm)

-0.31

0.000

Schnittholzgewicht (kg/m²)

-0.45

0.000

Milchsäure (g/l)

-0.46

0.000

jugendlich - alt (cm)

-0.51

0.000

Hefeverwertbarer Stickstoff (mg/l)

-0.73

0.000

dünn - voll (cm)

0.25

0.004

Entwicklungszustand

jugendlich - alt (cm)

Hefeverwertbarer Stickstoff (mg/l)

0.60

0.000

Schnittholzgewicht (kg/m²)

0.40

0.000

Milchsäure (g/l)

0.38

0.000

pH-Wert Most

0.35

0.000

Meereshöhe (m)

-0.32

0.000

Gesamtpolyphenole (mg/l)

-0.36

0.000

Ravaz-Index (kg/kg)

-0.36

0.000

titrierbare Gesamtsäure Wein (g/l)

-0.43

0.000

Gerbstoff hart - weich (cm)

-0.51

0.000

dünn - voll (cm)

-0.52

0.000

Typizität untypisch - typisch (cm)

-0.52

0.000

kleine Qualität - gute Qualität (cm)

-0.63

0.000

wenig Gerbstoff - viel Gerbstoff (cm)

-0.64

0.000

Geruch einfach - vielseitig (cm)

-0.67

0.000

Weinsäure (g/l)

-0.29

0.001

Tab. 7: Significant correlations between sensory parameters, must and wine contents, and soil and climate data.

Factor 1

Factor 2

Coeff. of corr.

Sign.

Yield (kg/m²)

Mean berry weight (g)

0.79

0.000

Evaporation IV-IX (mm)

0.61

0.000

Must weight (°KMW)

Rain V-VI (mm)

0.48

0.000

Rain VII-VIII (mm)

-0.48

0.000

pH-value of must

Average annual temperature (°C)

0.53

0.000

Evaporation IV-IX (mm)

0.51

0.000

Huglin Index

0.48

0.000

Elevation (m)

-0.51

0.000

Titratable acidity of must (g/l)

-0.51

0.000

Soil temperature (°C)

0.40

0.003

Titratable acidity of must (g/l)

Evaporation IV-IX (mm)

-0.48

0.000

pH-value of must

-0.51

0.000

Average annual temperature (°C)

-0.40

0.003

Yeast assimilable nitrogen (mg/l)

Pruned wood weight (kg/m²)

0.72

0.000

Ravaz Index (kg/kg)

-0.66

0.000

Rain V-VI (mm)

-0.52

0.005

pH-value of wine

Rain V-VI (mm)

0.73

0.000

pH-value of must

0.67

0.000

Reduced extract (g/l)

0.66

0.000

Must weight (°KMW)

0.62

0.000

Average annual temperature (°C)

0.52

0.000

Rain VII-VIII (mm)

-0.42

0.000

Titratable acidity of must (g/l)

-0.44

0.000

Titratable acidity of wine (g/l)

-0.65

0.000

Total polyphenols (mg/l)

0.45

0.001

Alcohol (% by vol.)

0.43

0.001

Soil temperature (°C)

0.39

0.004

Alcohol (% by vol.)

Must weight (°KMW)

0.91

0.000

Reduced extract (g/l)

0.64

0.000

Total polyphenols (mgL)

0.63

0.000

Lactic acid (g/l)

-0.49

0.000

pH-value of wine

0.43

0.001

Rain VII-VIII (mm)

-0.42

0.002

Yield (kg/m²)

-0.52

0.005

Reduced extract (g/l)

Must weight (°KMW)

0.69

0.000

pH-value of wine

0.66

0.000

Alcohol (% by vol.)

0.64

0.000

Total polyphenols (mg/l)

0.61

0.000

Rain V-VI (mm)

0.49

0.000

Average annual temperature (°C)

0.46

0.001

pH-value of must

0.40

0.003

Total polyphenols (mg/l)

Days of fermentation (d)

0.78

0.000

Rain V-VI (mm)

0.68

0.000

Alcohol (% by vol.)

0.62

0.000

Reduced extract

0.61

0.000

Must weight (°KMW)

0.60

0.000

Rain VII-VIII (mm)

-0.56

0.000

Lactic acid (g/l)

-0.63

0.000

Yeast assimilable nitrogen (mg/l)

-0.85

0.000

pH-value of wine

0.45

0.001

Pruned wood weight (kg/m²)

-0.46

0.001

Average annual temperature (°C)

0.39

0.004

Yield (kg/m²)

-0.52

0.005

Titratable total acid of wine

pH-value of must

-0.60

0.000

pH-value of wine

-0.65

0.000

Yeast assimilable nitrogen (mg/l)

-0.56

0.002

Titratable acidity of must (g/l)

0.38

0.005

Tartaric acid (g/l)

Ravaz Index (kg/kg)

0.45

0.001

Days of fermentation (d)

0.43

0.001

Yeast assimilable nitrogen (mg/l)

-0.60

0.001

Rain VII-VIII (mm)

0.52

0.000

Pruned wood weight (kg/m²)

0.46

0.000

Alcohol (% by vol.)

-0.49

0.000

Rain V-VI (mm)

-0.52

0.000

Days of fermentation (d)

-0.57

0.000

Total polyphenols (mg/l)

-0.63

0.000

Titratable total acid of must

0.41

0.002

Must weight (°KMW)

-0.41

0.002

Days of fermentation (d)

Yeast assimilable nitrogen (mg/l)

-0.78

0.000

Complexity of bouquet
simple - complex (cm)

Poor quality - good quality(cm)

0.86

0.000

Atypical - typical (cm)

0.86

0.000

Thin - full-bodied (cm)

0.68

0.000

Too little tannins - too much tannins (cm)

0.48

0.000

pH-value of must

-0.30

0.000

Young - old (cm)

-0.67

0.000

Alcohol (% by vol.)

0.43

0.001

Total polyphenols (mg/l)

0.27

0.002

Elevation (m)

0.23

0.003

Huglin Index

-0.24

0.005

Typicality
atypical - typical (cm)

Poor quality - good quality(cm)

0.88

0.000

Bouquet, simple - complex (cm)

0.85

0.000

Thin - full-bodied (cm)

0.72

0.000

Too little tannins - too much tannins (cm)

0.42

0.000

Alcohol (% by vol.)

0.34

0.000

Young - old (cm)

-0.52

0.000

Total polyphenols (mg/l)

0.26

0.003

Huglin Index

-0.24

0.005

Full-bodiedness
thin - full-bodied (cm)

Poor quality - good quality(cm)

0.86

0.000

Typicality, atypical - typical (cm)

0.72

0.000

Bouquet, simple - complex (cm)

0.68

0.000

Too little tannins - too much tannins (cm)

0.62

0.000

Alcohol (% by vol.)

0.53

0.000

Total polyphenols (mg/l)

0.48

0.000

Must weight (°KMW)

0.41

0.000

Rain V-VI (mm)

0.32

0.000

Pruned wood weight (kg/m²)

-0.31

0.000

Rain VII-VIII (mm)

-0.33

0.000

Lactic acid (g/l)

-0.45

0.000

Young - old (cm)

-0.52

0.000

Elevation (m)

0.27

0.002

Yeast assimilable nitrogen (mg/l)

-0.40

0.002

Tartaric acid (g/l)

0.25

0.004

Tannins, hard - soft (cm)

0.25

0.004

Overall impression
poor quality - good quality(cm)

Typicality, atypical - typical (cm)

0.88

0.000

Bouquet, simple - complex (cm)

0.86

0.000

Thin - full-bodied (cm)

0.86

0.000

Too little tannins - too much tannins (cm)

0.58

0.000

Alcohol (% by vol.)

0.44

0.000

Total polyphenols (mg/l)

0.36

0.000

Elevation (m)

0.31

0.000

Must weight (°KMW)

0.30

0.000

Lactic acid (g/l)

-0.35

0.000

Young - old (cm)

-0.63

0.000

Huglin Index

-0.29

0.001

Pruned wood weight (kg/m²)

-0.27

0.002

Average temperature IV-IX (°C)

-0.27

0.002

pH-value of must

-0.25

0.003

Rain VII-VIII (mm)

-0.26

0.003

Rain V-VI (mm)

0.24

0.005

Tannins (sensory)
too little - too much (cm)

Tannins, hard - soft (cm)

0.68

0.000

Thin - full-bodied (cm)

0.62

0.000

Total polyphenols (mg/l)

0.61

0.000

Poor quality - good quality(cm)

0.58

0.000

Bouquet, simple - complex (cm)

0.48

0.000

Tannins, bitter - not bitter (cm)

0.44

0.000

Typicality, atypical - typical (cm)

0.42

0.000

Tartaric acid (g/l)

0.42

0.000

Titratable acidity of wine (g/l)

0.40

0.000

Ravaz Index (kg/kg)

0.33

0.000

Alcohol (% by vol.)

0.30

0.000

Rain V-VI (mm)

0.30

0.000

Pruned wood weight (kg/m²)

-0.45

0.000

Lactic acid (g/l)

-0.47

0.000

Young - old (cm)

-0.64

0.000

Yeast assimilable nitrogen (mg/l)

-0.74

0.000

Elevation (m)

0.29

0.001

Rain VII-VIII (mm)

-0.24

0.005

Tannins
bitter - not bitter (cm)

Tannins, hard - soft (cm)

0.67

0.000

Total polyphenols (mg/l)

0.51

0.000

Too little tannins - too much tannins (cm)

0.44

0.000

Rain V-VI (mm)

0.34

0.000

Average annual temperature (°C)

0.33

0.000

Lactic acid (g/l)

-0.30

0.000

Yeast assimilable nitrogen (mg/l)

-0.55

0.000

Reduced extract (g/l)

0.26

0.002

Rain VII-VIII (mm)

-0.27

0.002

Titratable acidity of wine (g/l)

0.25

0.004

Pruned wood weight (kg/m²)

-0.25

0.004

Tannins
hard - soft (cm)

Too little tannins - too much tannins (cm)

0.68

0.000

Tannins, bitter - not bitter (cm)

0.67

0.000

Total polyphenols (mg/l)

0.63

0.000

Titratable acidity of wine (g/l)

0.41

0.000

Rain V-VI (mm)

0.35

0.000

Tartaric acid (g/l)

0.35

0.000

Ravaz Index (kg/kg)

0.35

0.000

Average annual temperature (°C)

0.25

0.000

Rain VII-VIII (mm)

-0.31

0.000

Pruned wood weight (kg/m²)

-0.45

0.000

Lactic acid (g/l)

-0.46

0.000

Young - old (cm)

-0.51

0.000

Yeast assimilable nitrogen (mg/l)

-0.73

0.000

Thin - full-bodied (cm)

0.25

0.004

Developmental stage
young - old (cm)

Yeast assimilable nitrogen (mg/l)

0.60

0.000

Pruned wood weight (kg/m²)

0.40

0.000

Lactic acid (g/l)

0.38

0.000

pH-value of must

0.35

0.000

Elevation (m)

-0.32

0.000

Total polyphenols (mg/l)

-0.36

0.000

Ravaz Index (kg/kg)

-0.36

0.000

Titratable acidity of wine (g/l)

-0.43

0.000

Tannins, hard - soft (cm)

-0.51

0.000

Thin - full-bodied (cm)

-0.52

0.000

Typicality, atypical - typical (cm)

-0.52

0.000

Poor quality - good quality(cm)

-0.63

0.000

Too little tannins - too much tannins (cm)

-0.64

0.000

Bouquet, simple - complex (cm)

-0.67

0.000

Tartaric acid (g/l)

-0.29

0.001

Schlussfolgerung

Grundsätzlich ist die Sorte Blauburgunder für den Anbau im gesamten untersuchten Gebiet geeignet. Die Trauben reifen auch an den höchsten Standorten genügend aus. Im beobachteten Gebiet konnten eindeutige Standortunterschiede festgestellt werden. Diese Unterschiede betreffen, bezogen auf die Standorteigenschaften, sowohl die bodenkundlichen, als auch die klimatologischen Eigenschaften, bezogen auf den Rebenanbau und Weinausbau sowohl weinbauliche, als auch önochemische und sensorische Charakteristiken der am Standort gewachsenen Reben und der daraus entstandenen Weine. Es konnten nur wenige belastbare Hinweise auf einzelne Bodenkenn- oder Klimadaten gefunden werden, welche unmittelbar einen Einfluss auf die Weinqualität ausüben. Tendenziell waren klimatische Einflüsse bedeutender als Einflüsse, die vom Untergrund und Boden kommen. Es scheinen die Meereshöhe, die Temperaturindizes und die Niederschlagsmenge während der Vegetationsperiode eine gewisse Rolle zuspielen. Der Anbau in den tiefgelegenen, sehr warmen Standorten war aufgrund phytosanitärer Herausforderungen problematisch. Tendenziell waren Böden mit einer leicht alkalischen Bodenreaktion vorteilhafter, als jene mit einer leicht sauren. Wie kaum eine andere Sorte verlangt die Sorte Blauburgunder eine optimale Kombination der für sie günstigsten Standortbedingungen, um die qualitativ besten Ergebnisse zu ermöglichen.

Um die detaillierten Ursachen zu untersuchen, welche schließlich in Qualitätsunterschiede der Weine münden, sind weitere gezielte Untersuchungen nötig.

Es kann für das Südtiroler Überetsch allgemein gesagt werden, dass Blauburgunder über 450 m ü. NN gute Ergebnisse liefert, idealerweise auf leicht alkalischen und gut dränierten Böden, die zu einem sehr moderaten Wasserstress führen, welcher das Wachstum der Reben einbremst und eine natürliche Lockerbeerigkeit der Trauben begünstigt. Nach oben stellen im Südtiroler Überetsch 580 m ü. NN keine klare Grenze für diese Sorte dar.

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